ispone-business

ispOne Business ist ein Anbieter für VPS, Webhosting, Rootserver und Domains mit Sitz in Ettenheim (Deutschland)

Veröffentlicht am 16.11.2015, aktualisiert am 17.03.2019

Bei ispone-business.de war ich sehr lange Kunde - die erste Rechnung, die ich gefunden habe, stammt vom 04. November 2010, und ich habe im Laufe der Zeit sehr viele Dienste des Anbieters in Anspruch genommen und war sogar die meiste Zeit zufrieden.

Mein erstes Paket bei ispone war seinerzeit der vServer L mit 20 Gigabyte Festplattenkapazität und Traffic-Flat. Grundsätzlich gefiel mir das Angebot so gut, dass ich noch am selben Tag (sic!) das seinerzeit größte Paket, den vServer XXL mit 100 Gigabyte Festplattenkapazität, zusätzlich buchte.

Der Anbieter verfügt über ein - offenkundig selbst entwickeltes - Kundencenter nebst - ebenfalls selbstentwickelter - Steuerung für die vServer, welches rudimentäre Operationen erlaubt - Starten, Neustarten, Stoppen, Neuinstallieren und die Möglichkeit, in ein Rescue-System zu booten, welches anschließend per SSH bereit steht. Noch im ersten Monat - am 27.11.2010 - tauchte das erste Problem auf; der vServer reagierte nicht mehr und, was das fatale daran war: auch die vServer-Steuerung im Kundencenter reagierte auf keine meiner Eingaben. Die Antwort vom Support erfolgte am 29.11. in den Morgenstunden - Support über das Wochenende fand seinerzeit scheinbar nicht statt.

Daraufhin blieben weitere Probleme aus; als problematisch erwiesen sich lediglich die seltsam vorkonfigurierten Images der vServer, insbesondere zB Locale-Einstellungen richten sich sehr an Windows-Klientel, darüber hinaus sind die Images relativ alt. Weiterhin sehr negativ fiel mir das Arbeitsspeicherkontingent von 512 MB auf - als zeitgemäß empfand ich dies schon 2010 nicht, oftmals machte es sich störend bemerkbar. Zum Glück kann man größere Kontingente gegen einmalige Zahlung um jeweils 128 MB via Support dazuordern, dies geht relativ schnell und unkompliziert. Bis zu meiner vServer-Kündigung am 04.11.2011, also nach circa einem Jahr Nutzung, traten keine weiteren Probleme, abgesehen von kleineren Ausfällen, auf; wenn es einmal läuft, läuft es durchaus zufriedenstellend. Die Performance empfand ich als okay, ich habe es nur an 1-2 Tagen in diesem Zeitraum erlebt, dass die Leistung nicht okay war (d.h. trotz geringer Auslastung des Gastsystems Berechnungen mitunter Ewig andauerten - möglicherweise aufgrund zu hoher Last durch andere VMs / das Hostsystem). Lediglich bei Netz-Internem Datenverkehr war ich nicht ganz glücklich - häufig erreichte ich hier nur 4-5 MByte/s Datendurchsatz.

Am 28.05.2011 empfand ich aus vielerlei Gründen die Notwendigkeit, mich den Managed Webhosting-Angeboten des Anbieters zu widmen - dort orderte ich das Webhosting-Paket, das ich bis heute verwendete - Paket L mit 14GB Speicherplatz. Als ich wenige Tage später, am 02.06.2011, mein Paket konfigurieren wollte, erschrak ich, da ich auf einmal fremde Daten zu sehen bekam. Der Support nahm sich dem Problem relativ zügig an und das Problem war am 06.06.2011 behoben.
Im Webpaket hat man ebenfalls Zugriff auf ein eigens dafür abgerichtetes Admin-Interface, welches einem die Konfiguration des Webservers (Domains/Subdomains, SSL-Zertifikate, Fehlerseiten, Passwortschutz via basic-auth), des E-Mail-Paketes (Postfächer und E-Mail-Adressen-Mapping, Autoresponder), der Datenbanken (MySQL inkl phpmyadmin, PostgreSQL, inkl pgadmin sowie MariaDB inkl phpmyadmin), FTP (Benutzerverwaltung und Kontingent-Management) sowie die Wahl des zu verwendenden PHP-CGI-Modules erlaubt. Darüber hinaus stehen auch Schnell-Installationen von Wordpress und Contao zur Verfügung, genauso wie ein WebFTP-System und eine Roundcube-Installation als E-Mail-Webinterface - hier wird einem relativ viel geboten.
Ohne, dass ich es wünsche, wird zudem auch eine Statistik, basierend auf den Server-Logs, angelegt. Hierzu wird awstats verwendet; der Kundensupport, den ich am 16.08.2015 hierzu konsultierte, erwähnte, dass man dies demnächst im Admincenter deaktivieren könnte; bis heute ist dies nicht möglich.
Positiv anmerken möchte ich, dass die Datenbank sich auf anderen Servern als das Webhosting befindet; hier findet offenbar ein gewisses Balancing statt. Auch sind nicht zwangsweise alle Datenbanken eines Kunden auf dem gleichen Datenbank-Server.

Am 17.07.2012 schließlich wollte ich endlich einen Root-Server haben -ich wählte das Paket "XL".
Löblich: Offenbar aufgrund von Lieferschwierigkeiten wurde mir - um mich schon mal mit den Gegebenheiten Vertraut zu machen - ein älteres System bereitgestellt, mit dem ich dann schon "herumspielen" konnte. Vertragsbeginn erfolgte erst mit der Bereitstellung der richtigen Hardware.
Hier passte dann - fast - alles; die Leistung war durchweg hervorragend, das einzig negative, das ich bemerkte, war die KVM-Lösung, da SuperMicro's IPMI verwendet wird, das unter Linux über ein Java-Applet nutzbar ist - es integriert sich allerdings mehr schlecht als recht. Die Reaktionszeiten erinnerten an übliches VNC - es war also nicht sonderlich flott, aber verschmerzbar. Kritischer empfand ich, dass ich das KVM-System anfangs beharrlich nicht zur Kooperation animieren wollte; Maus und Tastatur wollten nicht übertragen werden - ich wunderte mich nur, dass via lsusb auch garnicht die entsprechenden Geräte angezeigt wurden, obwohl IPMI wohl als USB-HID angebunden ist. Der Service unterrichtete mich kurz darauf darüber, dass - aus gewohnheitsmäßiger Routine, da man das bei eigenen Servern so mache - der USB-Support am Server deaktiviert wurde und es deshalb nicht funktionierte, selbstverständlich hat man den Support wieder aktiviert.
Als ich realisierte, dass ich soviel Power aber garnicht ausschöpfe, habe ich das Paket zum 17.11.2012 wieder gekündigt - wie gewohnt verlief die Kündigung problemlos.

Zahlungen akzeptiert ispone sowohl per PayPal, als auch per Überweisung (Vorkasse). In letzterem Fall ist es offenbar auch möglich, bereits im Vorraus die entsprechenden Summen zu überweisen - bei Zahlungseingang erfolgte eine entsprechende Verrechnung nebst Vertragsverlängerung unaufgefordert, was ich positiv bemerken muss.

Was bewegt mich nun also von ispone weg, nachdem ich die meiste Zeit doch eher zufrieden war?
Als No-Go empfand ich einen Total-Ausfall des Dienstes vom 01.10. bis 04.10.2014, der mit keinem Wort begründet wurde. Auch entsprechende Support-Anfragen blieben unbeantwortet. Selbst die Firmenseite war in diesem Zeitraum zeitweise offline.
In diesem Zeitraum stellte ich auch fest, dass ispone-business.de offenbar auch noch unter anderen Namen firmiert - "Nodeeps - corporate hosting & service" - mit gleicher Impressumsanschrift und Geschäftsführerin, allerdings offenbar anderer Zielgruppe; scheinbar richtet sich dieses Angebot vorrangig an Reseller.

Website: http://www.ispone-business.de/

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Dein Kommentar wird möglicherweise nicht sofort dargestellt werden. Kommentare werden aus Spamschutzgründen moderiert.